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Alltag im Kinderdorf

Unser gemeinsames Alltagsleben  
- aus dem Kinderdorf-Leitbild -

Das familienähnliche Miteinanderleben - rund um die Uhr, das ganze Jahr - bietet vielfältige Beziehungserfahrungen beim Essen, Spielen, Lernen, Zubettbringen, Beten, Gesundpflegen, Feiern, Urlaub machen usw. und ist die Grundlage für vertrauensvolle Beziehungen.

Bis zu 8 Jungen und Mädchen, darunter viele Geschwister, wachsen zusammen auf und entwickeln soziale Fähigkeiten. Das Gruppenleben braucht feste Tagesstrukturen und Regeln, Rituale, Feste und Unternehmungen, aber auch den Respekt vor individuellen Bedürfnissen. Wir vermitteln Werte für verantwortungsvolles Miteinander. Im gegenseitigen Geben und Nehmen bildet sich eine Identität der Hausgemeinschaft, in der Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter/innen lernen sich gegenseitig wertzuschätzen, in der sie zusammen halten und sich zugehörig fühlen. Jede Gruppe bewohnt ihr eigenes Haus, gestaltet es individuell und entwickelt eine eigne Hauskultur. Wie eine Familie versorgt sie sich eigenverantwortlich. Die Kinder und Jugendlichen genießen das tägliche "Bekochtwerden" und die Fürsorge. Sie sind aber auch in ihrer Mithilfe und Eigenverantwortung gefordert, übernehmen feste Aufgaben für sich und die Gemeinschaft und üben so ihre alltagspraktische Selbständigkeit.

Besonderen Wert legen wir auf die individuelle schulische Förderung. Im Tagesablauf brauchen Kinder Zeit sich frei zu beschäftigen, zusätzlich helfen Freizeitangebote der Erzieher/innen und Heilpädagoge/in (z.B. Werken, Theater, Sport) Interessen und Begabungen zu entdecken.

Die Bedürfnisse und Rechte der Kinder und Jugendlichen werden ernstgenommen durch Beteiligung an der Hilfeplanung, an Entscheidungen im Alltag und durch geregelte Möglichkeiten ihre Anliegen zu vertreten. Kinder und Jugendliche übernehmen Mitverantwortung für sich selbst, ihre Hausgemeinschaft und das Kinderdorf.